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Arykanda

Einführung und geschichtlicher Überblick
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Arykanda - Einführung und geschichtlicher Überblick

Arykanda
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Arykanda, deren Ursprünge bis in die hethitischen Zeiten reichen, liegt etwa 30 km nördlich von Finike, nahe der Bundesstrasse 635 von Finike nach Elmalı. Aufgrund ihrer einzigartigen Lage, am Fusse des mächtigen Kızlarsivrisi, dem mit 3070 Metern höchstem Berg des Bey Dağlari Naturschutzgebiets, wurde die Stadt gerne als das "Delphi Lykiens" bezeichnet. Von Finike kommend erreicht man Arykanda, indem man zunächst den 1290 Meter hohen Karamanbeli-Pass überquert und kurz vor dem Ende des Dorfes Arif der Beschilderung folgt. Arykanda verteilt sich weitläufig auf vier terrassenähnlichen Ebenen und muss keineswegs einen Vergleich mit weitaus bekannteren antiken Ruinenstätten scheuen.

Über die Gründung der Stadt ist uns heute leider nicht mehr viel bekannt. Verschiedene Funde in der Region belegen jedoch die Existenz einer Siedlung namens Anna bereits um 2000 v. Chr.. Ihre ersten Einwohner stammten vermutlich aus Kreta. Schon im 5. Jh v. Chr. hatte die Stadt ein eigenständiges Münzprägerecht, was ein Hinweis auf ihre hohe Bedeutung in der Antike ist. Urkundlich erwähnt wird Arykanda erst relativ spät, im 2. Jh. v.Chr. als Mitglied des lykischen Bundes. Es ist davon auszugehen, dass der Name der Stadt von Arykawanda abgeleitet wurde, was soviel wie "der Ort bei den Steinen" heisst.

Nach dem Tod Alexanders des Grossen (323 v. Chr.) geriet Arykanda zunächst unter die Herrschaft der Ptolemäer, später unter die der Seleukiden. Folgt man den Schilderungen einiger antiker Quellen, so waren die Einwohner Arykandas keineswegs Kinder von Traurigkeit. Verschwendungs- und Vergnügungssüchtig sollen sie gewesen sein, ihre Orgien bis über die Grenzen Lykiens hinaus berüchtigt. So unterstützten sie im Jahre 197 v. Chr. den Feldherren Antiochus III. gegen die Ptolemäer weniger aus Sympathie, sondern vielmehr um sich ihrer zahlreichen Gläubiger zu entledigen.

Im Jahre 190 v. Chr. wurde Antiochus von den römischen Truppen besiegt und Arykanda wurde, wie ganz Lykien, Rhodos zugesprochen. Nicht sonderlich glücklich über die Herrschaft der Rhodesier, unternahmen die Lykier einige misslungene Aufstände und schickten Petitionen nach Rom, bis die Lykier im Jahre 167 v. Chr. auf Beschluss des römischen Senats von ihrem Joch befreit wurden und ihre Unabhängigkeit wiedererlangten. Im Jahre 42 n. Chr. wurde Arykanda der römischen Provinz Lycia et Pamphylia angegliedert. Es folgte die Pax Romana, eine Zeit, des Friedens und des Wohlstands für Arykanda und Lykien.

Auch Arykanda war in byzantinischer Zeit noch Bischofssitz, verlor aber allmählich an Bedeutung. Im 11. Jahrhundert wurde die Stadt aus noch unbekanntem Grund verlassen. Die Ausgrabungen unter der Leitung von Cevdet Bayburtluoğlu, einer weltweit beachteten Koryphäe in Sachen Lykien, dauern noch an.

Sehenswürdigkeiten in Arykanda

 


 

Die Ruinen von Arykanda
Die Ruinen von Arykanda
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