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Letoon

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Sehenswürdigkeiten im lykischen Heiligtum Letoon

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Am meisten Aufmerksamkeit erregen wohl die Überreste der drei Tempel, die dem Apollon, dem Artemis und deren Mutter Leto geweiht waren.

Um 400 v. Chr. ließ König Arbinas den Leto Tempel errichten. Dieser war etwas 16 Meter breit und 30 Meter lang und von einer Säulenhalle mit 6 x 11 ionischen Säulen umgeben. Im Hauptraum des Tempels (Cela) fand man einen Opferstein mit der Inschrift Leto. Das Fundament barg Münzen aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert.

Der mittlere Tempel war der Göttin der Jagd und Beschützerin der Hebammen Artemis geweiht und mit 8.5 x 18 Metern deutlich kleiner als der der Mutter. Der Tempel besass keine Säulenreihe, sondern zwei vorgezogene Längsmauern (Antentempel).

Der dorische Apollon Tempel entstand etwa zwei Jahrhunderte später auf den Grundmauern eines älteren Gebäudes, über das nichts näheres bekannt ist. Auch dieser Tempel, in seinen Ausmassen etwas kleiner, wie der Leto Tempel, war von einer Säulenhalle mit 6 x 11 Säulen umgeben. Noch gut zu erkennen sind die Abbilder eines Pfeiles mit Köcher sowie einer Leier auf einem Mosaik aus hellenistischer Zeit.

Nordwestlich der Tempel ist das Terrain von eine Säulenhalle (Stoa) begrenzt. Die ionischen und dorischen Säulen, die teils aus hellenistischer, teils aus römischer Zeit stammen, stehen auf Grund des seit der Antike erheblich gestiegenen Grundwasserspiegels meist im Wasser.

Die südwestlich der Tempel liegende Brunnenanlage (Nymphaion) hatte einen Durchmesser von etwa 27 Metern. Sie stammte aus der Zeit des Kaisers Hadrian (117 - 138 n. Chr.) und wurde ebenfalls auf dem Fundament eines noch älteren Baus errichtet.

Neben dem Nymphaion befinden sich die Überreste einer Klosteranlage mit einer dreischiffigen Basilika aus byzantinischer Zeit. Diese wurde im 7. Jahrhundert von Arabern zerstört.

Im nordosten der Anlage wurde in hellenistischer Zeit ein Theater errichtet, dessen Sitzreichen noch gut erhalten sind.

 

 


 

Die Ruinen von Letoon
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