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Türkische Literatur

 

 

Yaşar Kemal - Das Unsterblichkeitskraut

 

Yasar Kemal - Das Unsterblichkeitskraut"Kemal schaut dem Volk aufs Maul, über die Schulter und in seine Denkungsart. Das ist Stoff, um mitreißende Geschichten zu erzählen."
(Nürnberger Zeitung)

Wieder sind die Bauern aus den Taurus-Bergen auf die Baumwollfelder der Cukurova gezogen. Aber dieses Jahr ist alles anders geworden. Die steinalte Meryemce musste im verlassenen Dorf zurückbleiben. Tasbasoglu, der Dorfheilige des letzten Winters, hat vor seinem Verschwinden einen Fluch über den Amtmann gesprochen, und seither richtet keiner mehr ein einziges Wort an Sefer, weder dessen Frau noch die Kinder.Da kehrt Tasbasoglu zurück - krank, erschöpft und kraftlos. Die Bauern weisen ihn ab, seine Familie weigert sich, ihn aufzunehmen: Nein, das kann er nicht sein, der Mann, den sie zu ihrem Heiligen gemacht haben. Ungestraft gießt der Amtmann seinen Spott über dem Wehrlosen aus, bis der beschließt, sich zu töten, um die Verehrung des Dorfes wiederzugewinnen.Aber zum Schluss erfüllt sich auch am Amtmann das Schicksal: Er wird zum Opfer des Geringsten unter all jenen, denen er Schmach antat.

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Quelle:
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